Risikolebensversicherung FAQ

In unserer FAQ zur Risikolebensversicherungen wollen wir uns Ihren häufigsten Fragen annehmen. Sollten Sie darüber hinaus noch allgemeine Fragen zur Risikolebensversicherung haben, können Sie sich gerne an uns wenden. Unsere Mailadresse finden Sie im Impressum. Bitte haben Sie aber Verständnis dafür, dass wir keine Beratung im Einzelfall durchführen können.

1. Muss das Geld aus der Risikolebensversicherung bei Auszahlung versteuert werden?

Wird die Versicherungssumme aus der Risikolebensversicherung ausbezahlt, muss diese nicht in der Einkommenssteuer angegeben werden. Allerdings wird auf Grundlage des ausgezahlten Betrages die vorgesehene Erbschaftssteuer ermittelt. Jedoch gibt es einen Trick, durch den man dieser Erbschaftssteuerpflicht entkommen kann. Aufgrund der hoch angesetzten Freibeträge kommt die Erbschaftssteuer bei Verheirateten selten zum Tragen. Wird die Summe allerdings an einen Bekannten, den Lebenspartner oder beispielsweise einen Enkel ausgezahlt, ist von einer anderen Situation auszugehen. In diesem Fall unterliegt das Erbe der Erbschaftssteuer.

Umgehen kann man dies, indem das Leben der jeweils anderen Person im eigenen Versicherungsvertrag mitversichert wird. Lebt ein Mann beispielsweise mit einer Frau zusammen, ist aber nicht mit dieser verheiratet, kann die Frau ihren Lebenspartner dennoch absichern, ohne dass die Erbschaftssteuer anfällt. Umgekehrt ist selbstverständlich die gleiche Voraussetzung geboten. In diesem Fall schließt er oder sie einen Vertrag ab, jedoch nicht auf das eigene Leben, sondern auf das Leben des Partners. In diesem Fall ist somit der Partner die versicherte Person. Der Versicherungsnehmer hingegen wird als begünstigte Person eingetragen. Somit ist der Versicherungsnehmer gleichzeitig Beitragszahler, aber auch Bezugsberechtigter. Hieraus resultiert, dass beim Erbe keine Erbschaftssteuer anfällt. Um dem anderen Partner identische Möglichkeiten einzuräumen, wird andersherum ein ähnlicher Vertrag abgeschlossen.

2. Sind die Beiträge für die Risikolebensversicherung steuerlich absetzbar?

Bis zu einem bestimmten Höchstbetrag können Beiträge für die Risikolebensversicherung von der Steuer abgesetzt werden. Angegeben werden sie im Einkommenssteuerformular unter den „sonstigen Aufwendungen“. Arbeitnehmer, die sozialversicherungspflichtig sind, können Beiträge bis zu einer Grenze von 1.900 Euro absetzen. Freiberuflich oder selbstständig Tätige können sogar Beiträge von maximal 2.800 Euro steuerlich absetzen.

3. Wann kann ich meine Risikolebensversicherung kündigen?

Es ist möglich, die Risikolebensversicherung mit Ablauf einer Frist von einem Monat zum Ende eines Versicherungsjahres zu kündigen. Ratenzahler, die beispielsweise monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich zahlen, können unter Einhaltung einer Frist von einem Monat zum Ende des Zeitraums der aktuellen Bezahlung ebenfalls kündigen.

Des Weiteren ist zur Kündigung Folgendes zu beachten:

Die Kündigung sollte unbedingt in schriftlicher Form erfolgen. Es empfiehlt sich eine Kündigung per Einschreiben/Rückschein, sodass Sie sicher sein können, dass das Schreiben bei der jeweiligen Gesellschaft fristgerecht eingegangen ist.

Wer aktuell in einer finanziell schlechten Situation steckt, sollte nicht sofort den Vertrag zur Risikolebensversicherung kündigen und hierdurch den Versicherungsschutz aufs Spiel setzen. Vorübergehende Zahlungsengpässe können mit einer Aussetzung der Beitragszahlung behoben werden. Der Versicherungsschutz besteht weiterhin. Lediglich die für den Todesfall festgelegte Versicherungssumme wird sich verringern. Welche Möglichkeiten es hierzu gibt und wie der jeweilige Antrag bei der Gesellschaft zu stellen ist, weiß der Mitarbeiter, bei dem Sie den Vertrag zur Risikolebensversicherung abgeschlossen haben.

4. Was versteht man unter Umtausch/Umwandlung einer Risikolebensversicherung?

Wer eine Risikolebensversicherung abgeschlossen hat, erhält seitens der Gesellschaft in der Regel die Möglichkeit, diese in eine kapitalbildende Lebensversicherung umzuwandeln. Innerhalb von 10 Jahren sollte von diesem Recht Gebrauch gemacht werden, um sämtliche Vorteile zu nutzen. Praktischerweise ist es nicht notwendig, sich einer erneuten Gesundheitsprüfung zu unterziehen, auch wenn in der Zwischenzeit eine Krankheit hinzugekommen ist. Dies bezieht sich allerdings lediglich auf die Tatsache, sofern die Todesfallsumme nicht erhöht werden soll. Andernfalls ist der Versicherungsnehmer selbstverständlich dazu verpflichtet, sich einer erneuten Gesundheitsprüfung zu unterziehen.

Verglichen mit einer Risikolebensversicherung sind die Beiträge in der kapitalbildenden Lebensversicherung recht hoch, sodass viele potentielle Versicherungsnehmer abgeschreckt werden. Wer sich allerdings für eine Umwandlung des Vertrages interessiert, kann die Todesfallsumme herabsetzen lassen, sodass sich die monatlichen Beiträge für die Kapitalbildung deutlich verringern.

Zu beachten ist, dass die mit der Kapitallebensversicherung abgesicherte Todesfallsumme an einen Sparvertrag für das Alter gekoppelt wird. Ergeben sich nunmehr finanzielle Probleme, die eine Aussetzung der Beitragszahlung bedeuten, sind hiervon nicht nur die Altersrücklagen betroffen. Würde der Versicherungsnehmer in der Zwischenzeit versterben, könnte auch die Todesfallsumme von der Gesellschaft nicht ausgezahlt werden.

Risikolebensversicherungen im Vergleich

Versicher im Vergleich

Zum Vergleich