Risikolebensversicherung und Kapitallebensversicherung: Unterschiede

Bevor man sich für den Abschluss eines Lebensversicherungsvertrages entscheidet, sollte man sich genau informieren. Neben der Risikolebensversicherung wird die kapitalbildende Lebensversicherung angeboten, die sich wiederum in verschiedene Modelle gliedert. Um den optimalen Schutz zu erreichen, ist eine genaue Beratung daher wichtig. Man sollte neben den Gemeinsamkeiten beider Versicherungsarten auch die Unterschiede kennen, denn diese können gravierend sein.

Hinsichtlich der Gemeinsamkeiten lässt sich sagen, dass sowohl Risikolebensversicherung als auch Kapitallebensversicherung dazu konzipiert sind, eine finanzielle Leistung im Falle des Todes des Versicherten zu leisten. Familienmitglieder oder andere Personen werden hierdurch finanziell abgesichert. Gleichzeitig können beide Modelle dazu eingesetzt werden, ein Darlehen (z.B. für ein Haus) abzusichern. Eine Lebensversicherung ohne Gesundheitsprüfung gibt es in beiden Fällen nicht.

Die wichtigsten Unterschiede beider Versicherungsvarianten

Wer mit einer Lebensversicherung ausschließlich seine Familie absichern möchte, kann die Risikolebensversicherung abschließen. Bei dieser wird ausschließlich im Todesfall die Versicherungssumme ausgezahlt. Bei der Kapitallebensversicherung sieht es anders aus. Zwar wird bei dieser eine Todesfallsumme vereinbart, diese kann jedoch unter Umständen bereits zu Lebzeiten des Versicherungsnehmer ausgezahlt und beispielsweise als Rentenleistung eingesetzt werden. Versichert sich jemand durch eine Risikolebensversicherung und stirbt nicht während der Vertragslaufzeit, sind die gezahlten Beiträge umsonst entrichtet.

Verglichen mit einer Kapitallebensversicherung sind die Beitragszahlungen für die Risikoversicherung allerdings erheblich geringer. Der Grund: Die Kapitalbildende Lebensversicherung zahlt die vereinbarte Summe aus, auch wenn der Versicherungsnehmer noch lebt. In diesem Zusammenhang spricht man vom „Erlebensfall“. Die eingezahlten Beiträge werden somit wieder ausbezahlt, und zwar zuzüglich Überschussanteil und Garantiezins. Entweder kann der Versicherungsnehmer selbst von der Kapitalsumme profitieren oder der Hinterbliebene erhält die Todesfallleistung ausgezahlt.

Allerdings empfehlen Experten nur denjenigen Personen eine Kapitallebensversicherung, die notfalls mit einer geringen Rendite leben können und einen erheblichen finanziellen Spielraum haben, um die Beitragszahlungen zu leisten. Die Monatsbeiträge können bei der kapitalbildenden Lebensversicherung mitunter ebenso hoch oder sogar deutlich höher sein, als der Jahresbeitrag für eine Risikolebensversicherung. Gerade für junge Familien, Alleinerziehende oder Menschen, die finanziell am unteren Limit leben, ist die Kapitallebensversicherung daher in der Regel nicht die richtige Wahl.

Risikolebensversicherungen im Vergleich

Versicher im Vergleich

Zum Vergleich