Muss das Geld aus der Risikolebensversicherung bei Auszahlung versteuert werden?

Wird die Versicherungssumme aus der Risikolebensversicherung ausbezahlt, muss diese nicht in der Einkommenssteuer angegeben werden. Allerdings wird auf Grundlage des ausgezahlten Betrages die vorgesehene Erbschaftssteuer ermittelt. Jedoch gibt es einen Trick, durch den man dieser Erbschaftssteuerpflicht entkommen kann. Aufgrund der hoch angesetzten Freibeträge kommt die Erbschaftssteuer bei Verheirateten selten zum Tragen. Wird die Summe allerdings an einen Bekannten, den Lebenspartner oder beispielsweise einen Enkel ausgezahlt, ist von einer anderen Situation auszugehen. In diesem Fall unterliegt das Erbe der Erbschaftssteuer.

Umgehen kann man dies, indem das Leben der jeweils anderen Person im eigenen Versicherungsvertrag mitversichert wird. Lebt ein Mann beispielsweise mit einer Frau zusammen, ist aber nicht mit dieser verheiratet, kann die Frau ihren Lebenspartner dennoch absichern, ohne dass die Erbschaftssteuer anfällt. Umgekehrt ist selbstverständlich die gleiche Voraussetzung geboten. In diesem Fall schließt er oder sie einen Vertrag ab, jedoch nicht auf das eigene Leben, sondern auf das Leben des Partners. In diesem Fall ist somit der Partner die versicherte Person. Der Versicherungsnehmer hingegen wird als begünstigte Person eingetragen. Somit ist der Versicherungsnehmer gleichzeitig Beitragszahler, aber auch Bezugsberechtigter. Hieraus resultiert, dass beim Erbe keine Erbschaftssteuer anfällt. Um dem anderen Partner identische Möglichkeiten einzuräumen, wird andersherum ein ähnlicher Vertrag abgeschlossen.