Was ist versichert bei einer Risikolebensversicherung?

Zunächst einmal versichert eine Risikolebensversicherung das Leben der versicherten Person. Das bedeutet, es erfolgt die Zahlung der vereinbarten Versicherungssumme an die im Vertrag benannte bezugsberechtigte Person im Todesfall.

Bei einer Risikolebensversicherung spielt es keine Rolle, welche Todesursache dem Ableben der versicherten Person zugrunde liegt. Im Gegensatz dazu leistet die Unfallversicherung eine vereinbarte Todesfallsumme nur bei Unfalltod.

Lebensversicherungen sind jedoch mit einer Selbstmordklausel ausgestattet. Diese besagen, dass der Versicherer keine Zahlung erbringen muss, wenn die versicherte Person in den ersten zwei oder drei Versicherungsjahren Selbstmord begeht.

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Risikolebensversicherungen bieten aber noch weitere Einschlussmöglichkeiten. So kann der Versicherungsnehmer gegen einen Mehrbeitrag eine Beitragsfreistellung für den Fall der Berufsunfähigkeit der versicherten Person vereinbaren. Der Vertrag wird dann beitragsfrei fortgeführt. Ergänzend dazu ist auch der Einschluss einer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung möglich. Diese zahlt der versicherten Person im Fall der Berufsunfähigkeit eine Rente, deren Dauer im Antrag vereinbart wird.

Ein weiterer möglicher Einschluss ist die Auszahlung der doppelten Versicherungssumme, sollte der Tod aus einem Unfall herrühren. Da dies jedoch einen Mehrbeitrag verursacht, ist diese Variante eher fraglich. Für die Hinterbliebenen spielt es keine Rolle, ob die Todesursache ein Unfall oder ein Infarkt war, der Bedarf der Hinterbliebenenabsicherung hängt nicht von der Todesursache ab.
Fast alle Versicherer bieten eine Nachversicherungsgarantie bei bestimmten Lebensereignissen, beispielsweise einer Baufinanzierung, der Eheschließung oder der Geburt eines Kindes an. Die Nachversicherungsgarantie bedeutet, dass eine Erhöhung der Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich ist.