Was versteht man unter Umtausch/Umwandlung einer Risikolebensversicherung?

Wer eine Risikolebensversicherung abgeschlossen hat, erhält seitens der Gesellschaft in der Regel die Möglichkeit, diese in eine kapitalbildende Lebensversicherung umzuwandeln. Innerhalb von 10 Jahren sollte von diesem Recht Gebrauch gemacht werden, um sämtliche Vorteile zu nutzen. Praktischerweise ist es nicht notwendig, sich einer erneuten Gesundheitsprüfung zu unterziehen, auch wenn in der Zwischenzeit eine Krankheit hinzugekommen ist. Dies bezieht sich allerdings lediglich auf die Tatsache, sofern die Todesfallsumme nicht erhöht werden soll. Andernfalls ist der Versicherungsnehmer selbstverständlich dazu verpflichtet, sich einer erneuten Gesundheitsprüfung zu unterziehen.

Verglichen mit einer Risikolebensversicherung sind die Beiträge in der kapitalbildenden Lebensversicherung recht hoch, sodass viele potentielle Versicherungsnehmer abgeschreckt werden. Wer sich allerdings für eine Umwandlung des Vertrages interessiert, kann die Todesfallsumme herabsetzen lassen, sodass sich die monatlichen Beiträge für die Kapitalbildung deutlich verringern.

Zu beachten ist, dass die mit der Kapitallebensversicherung abgesicherte Todesfallsumme an einen Sparvertrag für das Alter gekoppelt wird. Ergeben sich nunmehr finanzielle Probleme, die eine Aussetzung der Beitragszahlung bedeuten, sind hiervon nicht nur die Altersrücklagen betroffen. Würde der Versicherungsnehmer in der Zwischenzeit versterben, könnte auch die Todesfallsumme von der Gesellschaft nicht ausgezahlt werden.