Wer bekommt das Geld bei einer Risikolebensversicherung?

Grundsätzlich bekommt der im Vertrag als „begünstigte Person“ Eingetragene die Versicherungssumme ausbezahlt.

Es steht dem Versicherungsnehmer frei zu entscheiden, wer im Falle des Ablebens der versicherten Person die Versicherungssumme ausgezahlt bekommt. Es gilt allerdings, einen Passus zu beachten. Bei einigen Versicherern ist lediglich der Passus „Ehepartner“ oder „Der Ehepartner zum Zeitpunkt des Todes der versicherten Person“ anzukreuzen.

Je nach Formulierung kann dies im Fall einer Scheidung und späteren Wiederheirat kompliziert werden. War lediglich „Ehepartner“ anzukreuzen, besteht das Risiko, dass der Ehepartner aus erster Ehe begünstigt ist. Es gibt einige Gerichtsurteile, welche den Sachverhalt dahin gehend interpretieren, dass der Begünstigte der Ehepartner zum Vertragsabschluss war.

Um dieses Risiko auszuklammern, sollte im Fall einer Scheidung der neue Begünstigte namentlich genannt werden.

Die Versicherer verlangen in der Regel, dass der Tod der versicherten Person innerhalb von 24 bis 72 Stunden gemeldet wird. Die Meldefrist hängt vom jeweiligen Versicherer ab und steht in den allgemeinen Versicherungsbedingungen. Hält der Versicherungsnehmer oder die begünstigte Person die Frist nicht ein, kann der Todesfallschutz verfallen.

Neben der Meldung des Todesfalls unter Vorlage der amtlichen Sterbeurkunde muss auch der Versicherungsschein im Original vorgelegt werden. Wichtig ist auch die Angabe der Todesursache. Für Selbstmord bestehen Fristen. Abhängig von der jeweiligen Gesellschaft erbringt diese bei Freitod in den ersten zwei oder drei Jahren keine Leistung.