Wer bekommt eine Risikolebensversicherung?

Für den Abschluss einer Risikolebensversicherung gelten sowohl Mindest- als auch Höchstaltersgrenzen. Diese hängen von der jeweiligen Versicherungsgesellschaft ab und liegen in der Regel beim Mindestalter bei 18 Jahren und bei 65 Jahren als Höchsteintrittsalter für Rentner.

Abgesehen vom Eintrittsalter beeinflussen aber noch weitere Faktoren die Annahme des Vertrages. Bei der Risikolebensversicherung handelt es sich um eine Personenversicherung. Personenversicherungen setzen die Beantwortung von Gesundheitsfragen und möglicherweise eine ärztliche Untersuchung voraus.

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Die Notwendigkeit einer ärztlichen Untersuchung hängt von zwei Umständen ab. Hat die zu versichernde Person Vorerkrankungen oder leidet zum Zeitpunkt der Antragstellung an einer Erkrankung, z.B. HIV, kann der Versicherer eine Untersuchung durch den Hausarzt verlangen. Zumindest wird er auf die Beantwortung erweiterter Gesundheitsfragen bestehen. Im Zweifelsfall muss der Versicherungsnehmer einen Beitragszuschlag in Kauf nehmen.

Der zweite Grund für eine Arztuntersuchung ist die Höhe der Versicherungssumme. Auch hier gibt es keine einheitlichen Grenzen bei den Versicherern. Ab einer Versicherungssumme von 250.000 Euro muss ein ärztlicher Fragebogen ausgefüllt werden. Übersteigt die Versicherungssumme 500.000 Euro, ist eine umfangreiche ärztliche Untersuchung notwendig. Diese umfasst unter anderem die Analyse der Blutwerte und ein Belastungs-EKG.

Beitragszuschläge werden auch für bestimmte Berufsgruppen erhoben. Wer Risikosportarten betreibt, muss ebenfalls damit rechnen, einen Mehrbeitrag zu entrichten.

Grundsätzlich bekommt jeder eine Risikolebensversicherung, wenn er vom Alter her nicht zu alt und nicht zu jung ist, und kein Ausschlusskriterium aufweist.

Raucher sind vom Versicherungsschutz nicht grundsätzlich ausgenommen, müssen aber einen Risikozuschlag entrichten.