Wer bekommt keine Risikolebensversicherung?

Für besondere Risikogruppen besteht bei vielen Gesellschaften grundsätzlich keine Möglichkeit auf Abschluss einer Risikolebensversicherung. Dabei greifen sowohl Berufe als auch Sportarten.
Auch wenn Versicherungsgesellschaften ein Interesse daran haben, ihre Produkte zu verkaufen, machen sie bei Risikolebensversicherungen durchaus Einschränkungen. Kampftaucher oder Sprengmeister beispielsweise sind über einen herkömmlichen Vertrag nicht versicherbar. Diese Berufsgruppe muss auf spezielle Rahmentarife zurückgreifen. Gleiches gilt für den Personenkreis, der Motorsport ausübt (z.B. bei einer Risikolebensversicherung Motorradfahrer) oder beispielsweise Paragliding betreibt.

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Dabei ist aber zu beachten, dass es keine einheitlichen Ausschlüsse bei den Versicherern gibt. Die Ausschlüsse fallen von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich aus. Für Angehörige bestimmter Berufsgruppen oder Anhänger bestimmter Sportarten macht es durchaus Sinn, bei Ablehnung durch einen Versicherer noch einmal bei anderen Versicherern nachzufragen.

Neben der beruflichen und sportlichen Einschränkung gibt es aber noch andere Gründe, weshalb ein Antrag abgelehnt wird. Ein Fall wäre das Alter (siehe Risikolebensversicherung Rentner). Ist die zu versichernde Person noch zu jung, sprich beispielsweise erst zehn Jahre alt, oder zu alt, lehnen die Versicherungsgesellschaften den Versicherungsschutz ebenfalls ab. Das Mindest- und Höchsteintrittsalter unterscheidet sich jedoch von Gesellschaft zu Gesellschaft.

Ein weiterer Grund für eine Ablehnung kann der gesundheitliche Zustand der zu versichernden Person sein. Bei schweren Vorerkrankungen wie Krebs, HIV oder schweren Infarkten lehnen die Versicherer eine Antragsannahme ab. Dies kann auch sein, wenn die Erkrankung eigentlich offenkundig ausgeheilt ist. Bei vorhandenen schweren Erkrankungen erfolgt ebenfalls eine Ablehnung. Liegen Antrag und Versicherungsbeginn auseinander und die versicherte Person erkrankt innerhalb dieser Zeit, muss sie den Versicherer im Rahmen der vorvertraglichen Anzeigepflicht darüber informieren.