Wer ist Versicherungsnehmer bei einer Risikolebensversicherung?

Der Versicherungsnehmer ist bei einer Risikolebensversicherung der Antragsteller. Auf ihn entfallen alle vertraglichen Rechte und Pflichten.

Bei einer Risikolebensversicherung kann es bis zu vier Beteiligte geben. Der Versicherungsnehmer ist derjenige, welcher den Antrag stellt. Vom Konto des Beitragszahlers werden die Beiträge abgebucht. Die Leistung aus dem Vertrag wird fällig, wenn die versicherte Person stirbt. Zu guter Letzt gibt es noch den Begünstigten, welcher die Todesfallsumme ausgezahlt bekommt. Bei einer Kapitallebensversicherung erhöht sich die Zahl der möglichen Beteiligten sogar noch auf fünf Personen. Es kommt noch der Begünstigte für die Ablaufleistung im Erlebensfall am Ende der Versicherungsdauer dazu.

Bei einer klassischen Konstellation, Alleinverdiener will Hinterbliebene absichern, ist der Versicherungsnehmer meist auch die versicherte Person und der Beitragszahler, die Ehefrau die Begünstigte im Todesfall. Hinsichtlich der Erbschaftssteuer macht diese Konstellation aufgrund der hohen Freibeträge wenig aus. Anders verhält es sich jedoch, wenn es sich um eine unverheiratete Partnerschaft handelt. In diesem Fall müsste die begünstigte Partnerin eine recht hohe Erbschaftssteuer zahlen. Vor diesem Hintergrund sollte bei unverheirateten Personen immer der Begünstigte auch der Beitragszahler und Versicherungsnehmer sein, der Alleinverdiener in diesem Fall nur die versicherte Person. Der gleiche Sachverhalt gilt auch, wenn sich Geschäftspartner einer Personengesellschaft gegenseitig absichern wollen. Bei einer juristischen Person liegt der Fall anders. Hier ist das Unternehmen Versicherungsnehmer, Beitragszahler und Begünstigter in einem.