Wer zahlt bei einer Risikolebensversicherung?

Es bleibt dem Versicherungsnehmer völlig frei, den Beitragszahler zu bestimmen. Natürlich muss die Person zustimmen, wenn es nicht der Versicherungsnehmer selbst ist.

Es ist ein allgemeiner Irrglaube, dass der Antragsteller auch gleichzeitig Beitragszahler sein muss. Insgesamt können bei der Vertragsgestaltung einer Risikolebensversicherung bis zu vier Personen beteiligt sein. Neben dem Antragsteller auch der Beitragszahler, die versicherte Person und der oder die Begünstigte im Todesfall.

© 3dkombinat – Fotolia.com

Bei Antragstellung müssen dann allerdings alle Beteiligten unterschreiben. Der Beitragszahler muss sich auch mit einem Ausweis legitimieren, da auch bei einer Risikolebensversicherung die Regeln des Gesetzes zur Bekämpfung der Geldwäsche Gültigkeit besitzen.

Bei bestimmten Konstellationen kann es sogar wichtig sein, dass Antragsteller, Beitragszahler und versicherte Person nicht identisch sind. Dies ist der Fall, wenn der Begünstigte aus dem Vertrag und die versicherte Person nicht oder nur entfernt miteinander verwandt sind. In diesem Fall besteht nur ein Freibetrag für die Erbschafts- und Schenkungssteuer in Höhe von 20.000 Euro. Darüber hinausgehende Beträge müssten versteuert werden.

Um diese Steuerzahlung zu vermeiden, sollten der oder die Begünstigte auch Versicherungsnehmer und Beitragszahler sein. Bei diesem Konstrukt erhält der Begünstigte eine Versicherungsleistung, die er mit seinem eigenen Geld finanziert hat. Damit entfällt die Besteuerungsgrundlage.

Die Beitragszahlung zu einer Risikolebensversicherung kann sowohl gegen einen Einmalbeitrag erfolgen, als auch mit monatlichem, viertel-, halb- oder jährlichem Bankeinzug erfolgen. Bezahlt der Beitragszahler die Beiträge vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich, erhält er bei den meisten Versicherungsgesellschaften einen Beitragsnachlass.