Wie hoch sollte die Risikolebensversicherung bei Hauskauf sein?

Grundsätzlich sollte die Höhe der Risikolebensversicherung bei Hauskauf immer der Höhe des Darlehens entsprechen. Bei der Absicherung einer Finanzierung bietet sich aber eine kostengünstige Variante.

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Neben einer statischen Versicherungssumme hat der Versicherungsnehmer auch die Option, eine fallende Versicherungssumme zu vereinbaren. Die Restschuld eines Annuitätendarlehens fällt jedoch nicht gleichbleibend jedes Jahr um den gleichen Betrag, sondern bildet grafisch gesehen eine Kurve. Vor diesem Hintergrund ist der Abschluss einer annuitätisch fallenden Lebensversicherung einer linear fallenden Risikolebensversicherung gegenüber empfehlenswerter. Die Versicherungssumme bleibt am Anfang identisch gegenüber der Restschuld, was bei einer linear fallenden Versicherung nicht der Fall ist. Es besteht teilweise eine Unterdeckung.

Der Vorteil der fallenden Versicherungssumme besteht darin, dass sie preiswerter ist, als ein Vertrag mit gleichbleibender Summe. Der Grund liegt auf der Hand. Das Leistungsrisiko für den Versicherer nimmt jedes Jahr ab.

Bei einem Hauskauf sollte aber nicht nur die Finanzierung abgedeckt werden. Das klassische Risiko, die Einkommenseinbuße bei Tod des Hauptverdieners bleibt bestehen, unabhängig davon, ob die Familie zur Miete wohnte, oder in den eigenen vier Wänden. Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, einen zweiten Vertrag mit linearer Versicherungssumme abzuschließen, um Einkommensverluste auszugleichen. Gerade bei einer Baufinanzierung kann es empfehlenswert sein, auch das Risiko der Berufsunfähigkeit mit abzusichern. Dies ist als Erweiterung auch bei einer Risikolebensversicherung möglich.