Wie hoch sollte man eine Risikolebensversicherung abschließen?

Die Frage über die Höhe der Versicherungssumme bei einer Risikolebensversicherung lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten. Die Höhe orientiert sich am Bedarf.

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Geht es darum, eine Baufinanzierung in Höhe von 250.000 Euro abzusichern, bringt es wenig, eine Todesfallleistung von 100.000 Euro abzusichern. Sinnvoller ist es, in diesem Fall eine Risikolebensversicherung über 250.000 Euro mit fallender Versicherungssumme zu wählen. Die Laufzeit der Versicherung ist an die Laufzeit des Darlehens angepasst und fällt parallel zur Tilgung der Restschuld des Darlehens. Diese Variante ist kostengünstiger, als ein Vertrag mit gleichbleibender Versicherungssumme.

Geht es darum, dass ein Familienvater seine Hinterbliebenen im Falle seines Todes finanziell absichern möchte, spielen in der Berechnung mehrere Faktoren eine Rolle. Zum einen gilt es, die staatliche Hinterbliebenenrente zu ermitteln, um eine unnötige Überversicherung zu vermeiden. Die nächste Frage lautet, wie alt sind die Kinder, wann kann der hinterbliebene Partner wieder arbeiten gehen? Zu guter Letzt geht es darum, wie hoch der Verdienstausfall durch den Tod ausfällt. Aus Punkt zwei und drei lässt sich dann der tatsächliche Bedarf in Form des notwendigen Kapitalstocks ermitteln.

Hat die Familie eine Immobilie finanziert, muss die Finanzierung natürlich gesondert abgesichert sein.

Wollen sich Geschäftspartner gegen das finanzielle Risiko des todesfallbedingten Ausfalls einer der Partner absichern, müssen sie klären, welche Lohnkosten über welchen Zeitraum anfallen, um einen Mitarbeiter einzustellen. Dieser wird sein Gehalt irgendwann selbst erwirtschaften, benötigt jedoch eine Vorlaufzeit, bis er entsprechend eingearbeitet ist.

Die Frage, wie hoch man eine Risikolebensversicherung abschließen sollte, hängt offenkundig von komplett individuellen Gesichtspunkten ab.