Wie lange sollte man eine Risikolebensversicherung abschließen?

Die Laufzeit einer Risikolebensversicherung hängt davon ab, aus welchem Grund sie abgeschlossen wird.

Dient die Risikolebensversicherung der Absicherung eines Darlehens, macht es natürlich Sinn, die Versicherungsdauer an die Darlehenslaufzeit anzupassen. Handelt es sich nicht um ein endfälliges Darlehen, sondern um einen Kredit mit laufender Tilgung, empfiehlt sich eine Versicherung mit fallender Versicherungssumme. Diese hat den Vorteil, dass sie günstiger ist als ein Vertrag mit gleichbleibender Versicherungssumme. Der Beitrag orientiert sich auch an der Höhe der Versicherungssumme. Bei einem Vertrag mit fallender Leistung orientiert sich die Todesfallauszahlung an der jeweiligen Restschuld des Darlehens. Die Versicherungslaufzeit wird auf das Darlehen abgestimmt.

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Geht es um eine reine Hinterbliebenenabsicherung, spielt das Alter der Kinder eine Rolle. Sind diese schon älter und können in absehbarer Zeit für sich selbst sorgen, fällt die Laufzeit natürlich kürzer aus, als wenn es sich noch um Säuglinge oder Kleinkinder handelt. Um den Hinterbliebenen langfristige Planungssicherheit zu geben, ist eine lange Laufzeit notwendig. Auf der anderen Seite stellt sich natürlich die Frage, ob ältere Kinder studieren sollen, und wenn ja, ob die Finanzierung des Studiums mit abgesichert werden soll. Immerhin fällt bei Tod eines Elternteils auch ein Verdiener aus.

Ebenso wie bei der Höhe der Versicherungssumme zeigt sich auch bei der Wahl der Laufzeit des Vertrages, dass keine pauschalen Aussagen möglich sind. Die Vertragsdauer orientiert sich an den individuellen Gegebenheiten des Versicherungsnehmers und der abzusichernden Personen.